Psychologisches Training während der Verletzungspause

Psychologisches und mentales Training in der Verletzungspause

Kennst Du das?
Du hast Dich verletzt und Dein Arzt oder Dein Physiotherapeut verschreibt Dir eine Pause von mehreren Wochen.

"Du brauchst jetzt Geduld. In den ersten 4 Wochen musst Du Dich schonen. Danach beginnen wir mit der Mobilisierung und ca. ab Woche 8 können wir wieder leicht belasten".
So oder ähnlich kann es sich anhören, wenn Du mit Deinem Physiotherapeuten über das weitere Vorgehen sprichst. (Ist nur ein Beispiel und muss medizinisch keinen Sinn machen)

Wie gehst Du damit um?

Wenn der Körper seine Erholungszeit braucht, heisst das nicht zwingend, dass auch der Kopf sich in gleichem Masse erholen muss. Nutze die Gelegenheit der physischen Regeneration, um Deine Psyche zu stärken! 

Beschäftige Dich mit psychologischem und mentalem Training!

Nie hast Du mehr Zeit, Dich damit zu befassen als in einer Verletzungspause!

Wo sonst technisches oder physisches Training angesagt wären, kannst Du Dich mit der Psyche beschäftigen.

Erlerne mentale Techniken, welche Dir in Deinem Sport behilflich sein können. Beschäftige Dich z.B. mit Deiner Atmung um Deinen Erregungszustand regulieren zu lernen oder beginne die Fähigkeit des Visualisierens gewinnbringend einzusetzen.

Hast Du gewusst, dass Dein Gehirn nicht unterscheiden kann, ob Du z.B. beim Tennis eine Vorhand tatsächlich spielst, oder sie Dir nur im Kopf vorstellst? Das ist doch genial! Das gibt Dir die Möglichkeit bestimmte Bewegungsabläufe zu trainieren, obwohl dies physisch gerade nicht möglich ist.

Oder hast Du gewusst, dass Du Deine Muskulatur auch trainieren kannst, wenn Du das nur im Kopf, also mental machst? Faszinierend und wissenschaftlich belegt! Verletzte Sportler die mentales Krafttraining absolvieren verlieren weniger an Muskulatur als Sportler, die nichts machen.

Nicht nur mental, auch psychologisch kannst Du während einer Verletzungspause an Dir arbeiten. Wann hast Du Dich und Dein Tun das letzte Mal hinterfragt? Wann hast Du Dich das letzte Mal mit Deinen Zielen beschäftigt? Hast Du Dich schon mal damit auseinandergesetzt, wie Du in bestimmten Situationen in Deinem Sport reagieren möchtest? Hast Du Deine Wenn Dann Strategien? Hast Du Dich schon mal gefragt, wie Du in den optimalen Leistungszustand kommst oder wie Du negative Selbstgespräche so umwandeln kannst, damit sie Dich in Deinem Handeln unterstützen? Das sind nur einige Beispiele.

Nutze die Zeit, die Dir durch das Negativereignis "Verletzung" gegeben wird, sinnvoll! Trainiere was Du trainieren kannst und erleichtere Dir so den Wiedereinstieg nach Deiner Verletzungspause.

Stärker aus einer Verletzung zurückzukommen ist oft eine Floskel. Unternimm etwas, damit es bei Dir nicht bei der Floskel bleibt! Gerne unterstütze ich Dich dabei!

Remo Spuler, Dein Mentalcoach

Aus Gründen der Vereinfachung wird in diesem Artikel nur die männliche Schreibweise verwendet.

Über den Autor Remo Spuler

Ich bin Remo Spuler, 1982 geboren und lebe zusammen mit meiner Frau in Neuendorf im Kanton Solothurn. Ich bin seit frühester Kindheit sehr sportbegeistert und geniesse noch heute diverse Sportarten aktiv oder passiv als Zuschauer. Mit den Jahren nahm auch mein Interesse an den psychologischen Prozessen im Sport zu. Ich begann mich dafür zu interessieren, wieso selbst bei professionellen Sportlern starke Leistungsschwankungen keine Seltenheit sind. Oder weshalb die Top-Athletinnen und -Athleten im entscheidenden Moment fast immer die Oberhand behalten. In einer Zeit, in der physisch, technisch und taktisch fast keine Unterschiede mehr auszumachen sind, muss es wohl an der mentalen Stärke liegen.