Selgespräche können auf die Leistung eines Sportlers einen negativen oder positiven Einfluss haben

Selbstgespräche und ihre Wirkung

Die wenigsten würden von sich behaupten, dass sie viel mit sich selbst sprechen. Dabei sind Selbstgespräche eigentlich nichts anderes als ein innerer Dialog mit sich selbst in Form von Gedanken. Wir geben uns Handlungsanweisungen, bestimmen die Intensität einer Handlung, steuern unsere Stimmung oder unsere Körpersprache. Selbstgespräche sind immer vorhanden, wenn eine Person etwas denkt oder tut. Nur nehmen wir die wenigsten bewusst wahr.

In diesem Artikel beziehe ich mich auf die Wirkung der Selbstgespräche im Sport. Wie oben erwähnt sind Selbstgespräche nichts Anderes als Gedanken, und alles was Du denkst, hat einen Einfluss auf Deine Leistung! Bist Du eher negativ eingestellt, werden die Ergebnisse im Training oder im Wettkampf mit grosser Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen. Bist Du hingegen positiv eingestellt, wirkt sich dies in der Regel auch positiv auf die Ergebnisse aus. Henry Ford hat das sehr passend zusammengefasst. „Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten." Wichtig zu beachten ist natürlich immer, dass die positiven Gedanken auf realistische Voraussetzungen gegründet sind.

Positive Selbstgespräche lösen einen positiven Kreislauf aus:

Positives Denken > Hohe Motivation > Effektives Training > Viele Fortschritte > Hohe Leistungsfähigkeit > Erfolg > Positives Denken

Mit negativen Selbstgesprächen im Training grosse Fortschritte erzielen zu können, ist hingegen schlicht nicht möglich. Es ist zwar normal, ab und zu negative Gedanken zu haben. Aber um erfolgreich zu sein, ist es unabdingbar zu lernen, wie Du mit diesen Gedanken umgehen musst. Es lohnt sich, systematisch und regelmässig an Deinen Denkmustern zu arbeiten. Es ist sinnvoll, die auslösenden Ereignisse für negative Gedanken zu kennen und möglichst zu eliminieren. Ansonsten wirst Du dir immer selbst im Weg stehen.

Mehrfach wurde in Studien belegt, dass Stimmungswörter, Bewegungsinstruktionen und positive Selbstgespräche zu einer verbesserten sportlichen Leistung führen und gewinnbringend eingesetzt werden können. Von dieser Erkenntnis sollst auch Du profitieren! Deine Gedanken steuern Dein Befinden! Lenke deine Selbstgespräche so, dass sie für Dich unterstützend wirken!

Viele Athleten verstehen es leider nicht, die Energie der positiven Gedanken zu produzieren, weil sie sich viel zu schnell von Fehlern aus der Bahn werfen lassen. Kleine Fehler bringen sie für längere Zeit aus dem Konzept, was in einem Wettkampf zu einer negativen Entscheidung führen kann. Die negativen Gedanken zu stoppen, wieder positiv zu sein und den Fokus auf die nächste Handlung zu legen ist für einen erfolgreichen Sportler ein Muss.

Bei der Erbringung einer sportlichen Leistung sind Denkprozesse und die körperliche Leistung untrennbar! Wer die Energiequelle der positiven Selbstgespräche für sich nutzen kann, hat ein unschlagbares Mittel, um die Grundlage für den Erfolg zu bilden.

Um ein Gewinner zu sein, musst Du als erstes von Dir selber denken, dass Du ein Gewinner bist! In diesem Sinne, sei positiv, sei erfolgreich!

Remo Spuler, Dein Mentalcoach.

Aus Gründen der Vereinfachung wird in diesem Artikel nur die männliche Schreibweise verwendet.

Über den Autor Remo Spuler

Ich bin Remo Spuler, 1982 geboren und lebe zusammen mit meiner Frau in Neuendorf im Kanton Solothurn. Ich bin seit frühester Kindheit sehr sportbegeistert und geniesse noch heute diverse Sportarten aktiv oder passiv als Zuschauer. Mit den Jahren nahm auch mein Interesse an den psychologischen Prozessen im Sport zu. Ich begann mich dafür zu interessieren, wieso selbst bei professionellen Sportlern starke Leistungsschwankungen keine Seltenheit sind. Oder weshalb die Top-Athletinnen und -Athleten im entscheidenden Moment fast immer die Oberhand behalten. In einer Zeit, in der physisch, technisch und taktisch fast keine Unterschiede mehr auszumachen sind, muss es wohl an der mentalen Stärke liegen.